BauphysikHeute gebaute Häuser müssen hohen Anforderungen an den Wärmeschutz entsprechen. Neubauten erfüllen diese zwar in der Planung, in der Ausführung werden aber oft Fehler bzw. Ungenauigkeiten eingebaut, die z.B. zu Undichtigkeiten und Wärmebrücken führen. Selbst wenn jedoch im konventionellen Neubau alles nach Plan läuft, so gibt es doch strukturelle Probleme wie:
- inhomogene Dämmschichten,
- Wärmebrücken an Mauerfuß- und Traufpunkten, Fensterlaibungen, Rolladenkästen und Durchbrüchen,
- ungleichmäßige Belüftung bei gleichzeitig hoher Fensterdichtigkeit und damit
- Feuchte-Abfuhrprobleme.
Im Passivhaus sind diese Probleme gelöst durch
- Wärmebrückenfreiheit,
- homogene Dämmstärken,
- gleichmäßige Temperierung und
- kontrollierte Lüftung
Voraussetzung dafür ist eine sehr genaue Planung (wärmebrückenfreie Details) und gewissenhafte Bauüberwachung. Vorteilhaft ist ein hoher Vorfertigungsgrad (witterungsunabhängige, exakte Hallenmontage).
| Ökologie
Bei Bauvorhaben mit Langzeitwirkung (Perspektive 100 Jahre) sollte die Berücksichtigung ökologischer Belange und Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit sein. Ein Passivhaus ist vom Grunde her schon für Nachhaltigkeit prädestiniert: es schont die Umwelt, erspart ihr (durch Transport und Verbrennung von Brennstoffen entstehende) Emissionen. Ist Ihnen das Ziel ökologisch verträglichen Bauens wichtig, können Sie weiteres kombinieren.
zur Planung:
- kompaktes, platzsparendes Bauen
- wenig Versiegelung, Versickerung von (überschüssigem) Regenwasser
- Solarenergienutzung passiv (Orientierung, Fensterflächen) und aktiv (Solaranlage, Fotovoltaik)
- Regenwassernutzung für WC-Spülung und Waschmaschine
- begrünte Dächer (soweit nicht für Solar- und Regenwassernutzung erforderlich)
und zum Bau:
- Verwendung nachwachsender Rohstoffe (v.a. heimisches Holz)
- Vermeidung bedenklicher Materialien (kein PVC, Tropenholz, Polystyrol, Lösungsmittel etc.)
- Einsatz lokaler Firmen
- Vermeidung langer Transportwege
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